Planlose und rechtswidrige Feldbunker-Aufstockung?

Harald Lemke and Mario Bloem

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Die Stadt Hamburg hat dem Großinvestor Matzen genehmigt, den von ihm seit den frühen 1990er Jahren günstig gepachteten Flakbunker in St. Pauli zu einem 60 Meter Hochhaus (mit Hotel, Gastronomie, Event-Räumlichkeiten, usw., also mit lauter Dingen, die es hier schon reichlich gibt) aufzustocken. Obwohl drumherum aktive Hamburgerinnen und Hamburger sich für mehr demokratische Bürgerbeteiligung bei Fragen der Stadtentwicklung und speziell ihrer unmittelbaren Wohnumgebung einsetzen, wurde die renditeträchtige Aufstockung ohne einen entsprechenden Planungsprozess durchgesetzt. Auch die im Juli am Verwaltungsgericht einzelrichterlich verhandelte Klage von Mario Bloem, eines Anwohners und Mitaktiven der Feldbunker-Initiative wurde als unerheblich zurückgewiesen. Mit diesem (schwer nachvollziehbaren) Urteil ist die Sache aber noch nicht vom Tisch: Mario geht in die Berufung und will vom Oberlandesgericht prüfen lassen, ob eine dem geltenden Baurecht entsprechende Planung mit Bürgerbeteiligung durchgeführt werden muss… Wir wollen über den aktuellen Stand berichten und darüber ins Gespräch kommen, was aus dieser Geschichte zu lernen ist. Die Feldbunker-Initiative hat sich zusammengefunden, als bekannt wurde, dass der Feldbunker aufgemotzt werden soll. Mit diverser Öffenlichkeitsarbeit (siehe Website) haben wir versucht, zum einen die komplexen Hintergründe zu verstehen und die ganze Sache zu verhindern und zum anderen einen politischen Prozess in Gang zu setzen, mit dem die zukünftige Nutzung des ganzen Heiligengeistfelds auf St. Pauli in aller Ruhe und formvollendet geplant wird – von allen, die daran interessiert wären. www.feldbunker.de

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