Compiler und Interpreter sind heute so schnell, dass das Testen von Code keine Stunden mehr dauert, sondern nur noch Minuten. Gleichzeitig scheint jedoch eine altbewährte Disziplin aus der Mode gekommen zu sein: das Denken vor dem Tippen. Ablaufkonzepte, Schnittstellen und Programmstrukturen entstehen "on the fly“ direkt im Editor statt vorab auf Papier, Whiteboard oder auf einer Serviette.
Dieser Vortrag plädiert für die Rückkehr der Skizze als Denkwerkzeug und stellt die Frage, warum sich das Weglassen von Planung oft gut anfühlt, aber regelmäßig in Code endet, den niemand mehr anfassen möchte. Er versucht zu erklären, warum eine schlecht gezeichnete Skizze mitunter mehr Wert haben kann als tausend Zeilen "quick and dirty“‐Code.
Im Mittelpunkt steht Planung als Akt des Denkens, nicht als bürokratische Pflicht. Es geht um Papier, Whiteboards, mentale Modelle und um die Frage, warum all das gerade im Zeitalter KI‐unterstützter Programmierung an Bedeutung gewinnt als verliert.
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