Bezahltes Mapping – Beispiel Barrierefreie Reisekette

Michael Reichert and Dietmar Seifert

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Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg hat im Jahr 2025 im Rahmen des Projekts Barrierefreie Reisekette die Erfassung von Barrierefreiheitsinformationen an ca. 1100 Bahnhöfen in OpenStreetMap vergeben. In diesem Vortrag berichten Auftraggeber und Auftragnehmer aus ihren Erfahrungen zur Vergabe, Organisation, Personalauswahl und Qualitätskontrolle bei organisierten Mappingkampagnen mit bezahlten Kräften.

Mit wachsender Bedeutung des OpenStreetMap-Projekts nimmt auch die Häufigkeit bezahlter Datenerfassung zu. Seien es Informationen zur Barrierefreiheit im Schienenpersonennahverkehr, ausgeschilderte Rad- und Wanderrouten, Straßeninfrastruktur oder Indoor-Mapping – wer ein Thema komplett in OpenStreetMap erfasst haben möchte, kommt unter Umständen an den Punkt, bei dem es schwierig wird, Freiwillige zu motivieren, die Arbeit unbezahlt zu machen.

Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg hat im Jahr 2025 im Rahmen des Projekts Barrierefreie Reisekette die Erfassung von Barrierefreiheitsinformationen an ca. 1100 Bahnhöfen in OpenStreetMap vergeben. Dies umfasste die Beschaffenheit der Bahnsteige, Zuwegung, Wege im Bahnhof und Einrichtungen wie Fahrkartenverkauf, Toiletten und Wartebereiche. Die Informationen waren in den Jahren 2021 bis 2024 bereits von einem anderen Auftragnehmer vor Ort erhoben worden.

In diesem Vortrag berichten Auftraggeber und Auftragnehmer aus ihren Erfahrungen zur Vergabe, Organisation, Personalauswahl und Qualitätskontrolle bei organisierten Mappingkampagnen mit bezahlten Kräften.

Der Vortrag wird sich folgenden Fragen widmen: Wie führt man bezahlte Mappingkampagnen erfolgreich durch? Welche Regeln und Verhaltenskonventionen gibt es im OpenStreetMap-Projekt? Wie wählt man als Auftraggeber Dienstleister aus, die einen dabei unterstützen? Wie sollte ein Vergabeverfahren gestaltet sein? Worauf sollte man bei der Auswahl des Dienstleisters und dieser bei der Auswahl des Personals achten, das die Daten in OpenStreetMap erfasst? Wie stellt man sowohl als Auftraggeber(in) als auch als Personalverantwortliche(r) eine hohe Qualität der Datenerfassung sicher? Welche Rolle spielt der im verwendeten OSM-Editor (JOSM) eingebauten Validator? Wie wurde reviewt?

Dietmar Seifert trägt aus der Perspektive des Auftraggebers vor, Michael Reichert aus der des Auftragnehmers Geofabrik.

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