Das FAIR4G Projekt - FAIRer Einsatz von open geospatial Software: Status und Trends

Peter Löwe

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Dieser Beitrag stellt den aktuellen Stand, Trends und Vorteile der praktischen Nutzung FAIRer Zitation von Open Source geospatial Softwareprojekten wie GDAL, GMT, GRASS, PDAL, PROJ und QGIS anhand persistenter digitaler Identifikatoren (PID) in wissenschaftlicher Literatur vor, die im FAIR4G-Projekt erfasst werden (fair4g.org).

Dieser Beitrag stellt den aktuellen Stand, Trends und Vorteile der praktischen Nutzung FAIRer Zitation von Open Source geospatial Softwareprojekten wie GDAL, GMT, GRASS, PDAL, PROJ und QGIS anhand persistenter digitaler Identifikatoren (PID) in wissenschaftlicher Literatur vor, die im FAIR4G-Projekt erfasst werden (fair4g.org).
Das FAIR-Paradigma (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) der offenen datengetriebene Wissenschaft setzt die Anerkennung (due credit) von wissenschaftlichen Ergebnissen um. Dies gilt auch Open Scource geospatial Software als Teil der Forschungsinfrastruktur, bzw. als Forschungssoftware als Teil wissenschaftlicher Ergebnisse, die in wissenschaftlichen Publikationen referenziert und zitiert werden müssen (Nachvollziehbarkeit).
Das Monitoring durch FAIR4G erfasst bisher folgende PID: Digital Object Identifier (concept DOI) für open geospatial Softwareprojekte, version DOI für einzelne Software-Releases, sowie ORCID für Einzelpersonen, die als Entwickler aktive Beiträge zu einem Softwareprojekt leisten. Die datengetriebene Auswertung basiert auf Metadaten der Verlage, die auf dem Crossref-Portal veröffentlicht werden (crossref.org).
Die Projektergebnisse umfassen Trendentwicklungen der DOI-basierten Fachliteraturzitate von Softwareprojekte, aktuelle Übersichten derjenigen Verlage und wissenschaftlichen Zeitschriften die bereits DOI-basierte Softwarezitation vollumfänglich umsetzen/mittragen, sowie Empfehlungen für Softwareprojekte zum effektiven und effizienten Nutzung von PID, anhand der bisherigen Praxiserfahrungen der PID-nutzenden Softwareprojekte.
Projekt-Communities profitieren mehrfach vom FAIR Paradigma: Die aus CrossRef gewonnenen Informationen belegen transparent, welche Beiträge eine open geospatial Software quer durch die Wissenschaftsdisziplinen leistet. Auf individueller Ebene erhalten die Entwickler in ihren ORCID-Profilen Dokumentation und Anerkennung für jedes Software-Release, an dem sie als Autor:innen mitgearbeitet haben.
Potentielle Autor:innen können anhand der FAIR4G-Informationen ergänzend zum Open Access Status eines Verlags oder einer Zeitschrift vorab beurteilen, ob eine Publikation in Bezug auf Softwarezitate die best practices der FAIR Prinzipien auch für Software erfüllen wird.
Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die bloße Verfügbarkeit der erforderlichen technischen PID-Infrastruktur zwingend erforderlich ist, aber nicht allein ausreicht, um die Akzeptanz in der Wissenschaft und die allgemeine Anwendung sicherzustellen.
Erst wenn ebenfalls organisatorische Veränderungen der best practices aller Stakeholder umgesetzt sind, zeigen die Ergebnisse positive Trends und potentiell selbstverstärkende Trends hinsichtlich der Akzeptanz und FAIRe Nutzung von PID für open geospatial Software.

Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

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