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Playlist "GeoNetwork als Konfigurationsoberfläche eines dynamischen Geoportals"

GeoNetwork als Konfigurationsoberfläche eines dynamischen Geoportals

Marco Pochert

Um den radiologischen Notfallschutz weiterzuentwickeln, setzt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf eine Open-Source-Strategie. Ein Teilprojekt ist hierbei das BfS-Geoportal, das seit Anfang des Jahres 2017 online ist.
Der Vortrag zeigt wie GeoNetwork, neben der Verwaltung von Metadaten, mithilfe von Konfigurationsparametern auf thematischer Ebene für individuelle Visualisierungen komplexer Messdaten genutzt werden kann. Aus fachadministrativer Sicht soll die Möglichkeit bestehen, auf Änderungen der Datengrundlage ad hoc reagieren zu können.

Zu den Aufgaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) gehören die Überwachung der Umweltradioaktivität, sowie der radiologische Notfallschutz. Für die Erfassung, Verarbeitung und Bewertung radiologischer Daten nutzt das BfS ein eigens entwickeltes integriertes Mess- und Informationssystem (IMIS). Das bestehende proprietäre und monolithische System wird derzeit erneuert. Das neue IMIS3 setzt dabei konsequent auf eine komponentenorientierte Architektur, vollständig basierend auf Open-Source Software. Für eine konsequente Open-Source Strategie werden Eigenentwicklungen auf GitHub unter freier Lizenz veröffentlicht (github.com/OpenBfS). Seit Anfang des Jahres 2017 ist als erstes Ergebnis von IMIS3 das neue Geoportal (https://www.imis.bfs.de/geoportal/) im Internet verfügbar.
Die Metadaten, die dem Geoportal zugrunde liegen, werden mithilfe des gängigen Katalogdienstes GeoNetwork gepflegt und werden über CSW-Schnittstellen abgerufen bzw. aktualisiert. Ein in GeoNetwork implementiertes BfS-Schema erweitert hierbei die Metadateneinträge um Konfigurationsparameter. Dies ermöglicht es auf thematischer Ebene (Layer) Einstellungen hinsichtlich der Datenpräsentation vorzunehmen.
Der Vortrag stellt einen Lösungsansatz vor, wie GeoNetwork als Konfigurationsoberfläche eines datengetriebenen und dynamischen Geoportals verwendet werden kann.
Infolge der Komplexität der Messdaten sind individuelle Visualisierungen für eine sinnvolle Interpretation notwendig. Ferner sind aufgrund der Datenmenge Zeit- bzw. Wertefilter auf thematischer Ebene für eine geeignete kartographische Darstellung erforderlich. Letztlich entsteht eine Fülle von Visualisierungslösungen auf Layerebene von der geographischen Aufbereitung, Kartodiagrammen, Balken- bzw. Zeitdiagrammen bis hin zur tabellarischen Darstellung, HTML-Snippets oder Images. All diese Layereigenschaften müssen dynamisch konfigurierbar sein, um auf etwaige Änderungen der Datengrundlage reagieren zu können.